Auf- oder Unterputzmontage?

Auf der Rückseite einer Klingelplatte befinden sich die Anschlüsse der Klingeltaster und bei Kunststoffnamenschildern deren Gehäuse. Ist eine Sprechanlage vorhanden, sitzt dort auch das Sprechmodul sowie die gesamte Verkabelung. All das sollte natürlich nicht sichtbar sein, und was noch wichtiger ist, es sollte vor Witterungseinflüssen geschützt sein.
Bei Aufputz-Klingelplatten sitzt all dies in einem geschlossenen Gehäuse und wird am Montageort auf die Mauer (Aufputz) montiert. Bei Unterputzanlagen wird ein so genannter Unterputzkasten frontbündig in eine passende Aussparung im Mauerwerk montiert. Die Klingelplatte wird anschliessend an diesem Kasten befestigt. Anschlüsse, Kabel und Elektronikmodule „verschwinden“ in der Wand. Speziell bei Anlagen für mehr als 3 Mieteinheiten werden Sie allerdings in der Hauptsache Unterputzanlagen vorfinden. Das hat mehrere Gründe.

Unterschied Auf- und Unterputzmontage

Da Klingeltableaus hauptsächlich im direkten Eingangsbereich montiert werden, beeinträchtigt alles was in diesen Bereich ragt, die Durchgangsbreite. Besonders bei Umzügen, oder wenn größere Möbelstücke durch diesen Bereich transportiert werden, bieten Unterputzanlagen weniger Angriffsfläche und sind deshalb besser vor Beschädigung geschützt.
Während eine Unterputzanlage lediglich über eine optisch ansprechende Frontplatte verfügen soll, wird bei Aufputzanlagen für 5 Seiten Wert auf ansprechendes Aussehen gelegt, das spiegelt sich im Preis wider.
Es ist einfacher eine unterputz-montierte Klingelplatte z.B. mittels einer Moosgummidichtung gegen das Mauerwerk abzudichten, als ein rundum freiliegendes Gehäuse zu bauen, das in gleichem Maße witterungsbeständig ist. Während bei industriell gefertigten Normanlagen dieser Mehraufwand durch entsprechend hohe Stückzahlen in der Serienfertigung kompensiert werden kann, ist das bei individuell angefertigten Einzelstücken nicht möglich.

Die Unterputzkästen der von uns gefertigten Klingelplatten sind Einzelanfertigungen aus eloverzinktem Stahlblech.
Sie werden passend zur gewünschten Platte produziert und sind im Format variabel. Trotzdem sind einige Dinge zu beachten.
Grundsätzlich ist der UP-Kasten eines Klingeltableaus in Höhe und Breite kleiner, als die auf ihm montierte Klingelplatte. Durch diesen Überstand der Platte soll die Putzspalte abgedeckt werden, die beim einputzen des UP-Kastens zwangsläufig entsteht und die natürlich unsichtbar sein soll. Im Normalfall rechnen wir mit umlaufend 10mm Überstand. Ist am Montageort jedoch extrem schlechtes Mauerwerk und die Putzspalte wird voraussichtlich breiter, kann der Überstand der Platte beliebig vergrößert werden.
Die entweder horizontal-, oder vertikal angeordneten „Falze“ dienen der Stabilität des Kastens und werden zur Aufnahme der Blechmuttern benötigt, an denen die Klingelplatte befestigt wird. Die Falze haben eine Breite von 15mm.
Der Abstand der Befestigungspunkte vom linken (rechten) oder oberen (unteren) Kastenrand beträgt immer 10mm. Die Tiefe der von uns gelieferten Unterputzkästen beträgt 50mm, was in den allermeisten Fällen vollkommen ausreichend ist.

Durch die Bauart des Kastens ergeben sich jedoch auch Beschränkungen, die Auswahl und Positionierung der zu verwendenden Taster, Schilder etc. betreffend.
Alles was hinten aus der Klingelplatte herausragt, muß in das „lichte Einbaumaß“ des Unterputzkastens (zwischen den Falzen) passen, ansonsten kann die Platte nicht bündig montiert werden. Deshalb gilt es zu beachten:

Aussenmaß der Klingelplatte, abzüglich Überstand über Höhe und Breite des Unterputzkastens (bei 10mm Überstand umlaufend, wären das 20mm für die Höhe (2 x 10mm) und 20mm (2 x 10mm) für die Breite. Verfügt der UP-Kasten über vertikale Falze, müssen noch einmal 30mm (2 x 15mm Falzbreite) für die Breite abgezogen werden.
Für eine Klingelplatte von beispielsweise 250 x 350mm (B/H) ergibt sich also rechnerisch ein Format von 200 x 330mm, innerhalb dessen Teile zu verbauen sind, die im Unterputzkasten Platz finden müssen.

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